Rufis

Struktur der Wasserwirtschaft im RVR

Struktur der Wasserwirtschaft im Gebiet des Regionalverbandes Ruhr

Dieses Projekt gibt einen Überblick über die Struktur der Wasserwirtschaft im Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Die Wasserwirtschaftsstruktur in der Projektregion ist sehr vielfältig. Neben vielen kleinen Anbietern von Leistungen der Wassergewinnung, -lieferung und -verteilung sowie der Abwassersammlung und -reinigung stehen wenige große Unternehmen. Dabei ist die Versorgungsseite anders strukturiert als die Entsorgung.

Versorgungsseitig sind neben den beiden Großanbietern von wasserwirtschaftlichen (Dienst-)Leistungen Gelsenwasser AG und RWE AG (diese vor allem über die größte Beteiligungsgesellschaft RWE Deutschland AG) viele kleine und kleinste Unternehmen vorhanden. Bei der Abwassersammlung sind nahezu ausschließlich Kommunen tätig. Die Leistungen sind meistens in die Verwaltung integriert oder werden von Eigenbetrieben und Anstalten des öffentlichen Rechts wahrgenommen. Private Beteiligungen sind ebenso wie private Rechtsformen selten.

Kaum eine Kommune befasst sich selbst mit Abwasserreinigung. Diese wird von Verbänden dominiert: Ruhrverband, Lippeverband, Emschergenossenschaft und Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft. Abwasserwirtschaftlich ist die Projektregion somit durch die vier Verbände – die das Abwasser in den Rhein einleiten – nahezu vollständig abgedeckt. Nur in einigen wenigen Randgebieten verlässt Abwasser die Region ohne Beteiligung dieser Verbände, beispielsweise durch Einleitungen in die Issel oder eine Übergabe in das Gebiet des Wupperverbandes.

Versorgungsseitig ist die Region in dem Sinne nahezu autark, dass das Wasser mit wenigen – allerdings durchaus gewichtigen – Ausnahmen innerhalb der Region gewonnen wird. Innerhalb der Region findet zum Teil eine Fernlieferung von Wasser statt, indem es aus einem Flusseinzugsgebiet in ein anderes transportiert wird. Dies gilt vor allem für Ruhrwasser, das in den Emscher- und Lipperaum geliefert wird, aber ebenso für Wasser aus dem Einzugsgebiet der Lippe, das vor allem auch zu Städten und Gemeinden transportiert wird, die in die Emscher entwässern.

Zeitraum: bis 2013

Projektmitarbeiter: Prof. Dr. Dieter Hecht, Dr. Nicola Werbeck