Rufis

Lippe-Projekt (abgeschlossen)

Die im Jahre 2000 eingeführte Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union fordert ein Umdenken in der Bewirtschaftung von Flussgebieten. Für den bis 2009 zu erstellenden Bewirtschaftungsplan sollen kosteneffiziente Maßnahmenkombinationen gefunden werden, die zur Erreichung eines guten Zustands führen.

Ziel des Projektes war die Entwicklung einer Vorgehensweise für die Ableitung der kosteneffizienten Maßnahmen für das Erreichen eines ‚guten‘ Gewässerzustandes im Sinne der EG-WRRL. In diesem Zusammenhang sollen die Umwelt- und Ressourcenkosten mit Bezug auf den Gewässerzustand definiert und für ein Fallbeispiel ermittelt werden. Zudem ist die Bedeutung der Umwelt- und Ressourcenkosten bei der Auswahl der kosteneffizientesten Maßnahmenkombinationen zu klären.

Die Ableitung der kosteneffizienten Maßnahmen erfolgt basierend auf den Ergebnissen der Bestandsaufnahme am konkreten Fallbeispiel von Abschnitten des Flussteileinzugsgebiet Lippe (so genannte Wasserkörper) für die folgenden Defizite im Gewässer:

  • Gewässererwärmung aufgrund von Kühlwassereinleitungen
  • Salzgehalt des Gewässers aufgrund der Chlorid-Einleitungsfrachten, unter Berücksichtigung weiterer mit diesen im Zusammenhang stehenden Gewässerdefiziten.

Aus diesen zuvor beschriebenen Schritten, die am Beispiel des Lippe Einzugsgebiets durchgeführt wurden, konnte eine Methodik zur Ermittlung von kosteneffizienten Maßnahmenkombinationen nach den Vorgaben der EU-WRRL erarbeitet und im Hinblick auf die betrachteten Parameter, basierend auf den Ursachen-Wirkungs-Zusammenhängen und den Kosten der Maßnahmen angewendet werden.