Rufis

Städteranking (abgeschlossen)

Mehrfach im Jahr präsentieren Zeitschriften und Institute „Städtehitlisten“, aus denen sich Tops und Flops ablesen lassen (sollen). Um derartige Rankings zu erstellen, müssen u.a. räumliche Beobachtungseinheiten abgegrenzt, Bewertungsindikatoren ausgewählt, ihre Gewichte und Verknüpfungsregeln bestimmt und schließlich Gesamtindikatorwerte gebildet werden. Dabei wird oft gegen grundsätzliche Anforderungen, die an Rankings gestellt werden sollten, verstoßen. Beispielsweise

  • findet sich in vielen Fällen keine (klare) Zielgruppenabgrenzung,
  • werden Gewichtungen und die genauere Bedeutung einzelner Indikatoren nicht aufgedeckt,
  • wird Nichtvergleichbares vergleichbar gemacht,
  • wird oft eine vollständige Austauschbarkeit von Indikatoren unterstellt.

Im Projekt wird eine Checkliste erarbeitet. Sie soll Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung die Möglichkeit bieten, für eine Erstbeurteilung eines Rankings Schwachstellen und Stärken anhand eines vorgegebenen Bewertungsrasters systematisch aufzudecken.

Die Grundlage für das Projekt liefert die in der RUFIS-Schriftenreihe erschienene Arbeit von Alexander Holubars: Städterankings – Anforderungen, Umsetzung, Relevanz, Bochum 2006.