Rufis

AKWA (abgeschlossen)

Das öffentliche Kanalnetz in Deutschland ist in weiten Teilen überaltert und auf die Kommunen kommen in den nächsten Jahren immense Sanierungskosten zu. Im Zusammenhang mit einer in ländlichen Räumen vorliegenden zersiedelten Wohnstruktur gehen Kommunen immer stärker dazu über, die Abwasserentsorgung über sog. Kleinkläranlagen direkt am Haus vornehmen zu lassen. Die verbleibenden Restabwässer werden in Flüsse oder ins Erdreich abgeleitet. Um den steigenden Anforderungen an den Umweltschutz und die Gewässergüte gerecht zu werden, haben die Hausbesitzer immer strengere Auflagen zu erfüllen. Dabei werden in Zukunft verstärkt neue technische Verfahren zum Einsatz kommen, die die gegenwärtig geforderten Belastungsgrenzwerte der Restabwässer deutlich unterschreiten. In einem Forschungsverbund mit dem Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung, Wasserbau- und Bauingenieuren hat das RUFIS in den letzten Jahren neue Möglichkeiten zur dezentralen Wasserver- und Abwasserentsorgung untersucht. Gegenwärtig wird in einer Pilotsiedlung das hierbei entwickelte neue Konzept implementiert und wissenschaftlich begleitet. Die hierbei gewonnen Erfahrungen lassen sich auf weitere Gebiete anwenden und können so eine Wende in der kommunalen Infrastrukturpolitik unterstützen. (abgeschlossen)

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