Rufis

Begehbarer Leitungsgang (abgeschlossen)

Der öffentliche Straßenraum wird in vielfacher Weise genutzt: für den Personen- und Güterverkehr, durch Fahrradfahrer oder Fußgänger. Diese Nutzungen werden in massiver Weise gestört, wenn die ebenfalls im Straßenraum liegenden Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt, repariert oder erneuert werden müssen. Verkehrsstaus durch Baustellen, Umwege bei Radfahrern oder Fußgängern und Mindereinnahmen des ansässigen Einzelhandels sind die Folge

Statt einer ständig wiederkehrenden Bautätigkeit mit gleichzeitigem Aufriss der Straßenfläche können Ver- und Entsorgungsleitungen in einmal zu errichtende begehbare Leitungsgänge verlegt werden. Von dort aus sind die anzuschließenden Häuser erreichbar, ohne dass Störungen der Oberfläche erzeugt werden.

Eine Forschergruppe der Ruhr-Universität Bochum unter Beteiligung des RUFIS hat diese Möglichkeit an zwei ausgewählten Stellen im Ruhrgebiet geplant und ihre Wirtschaftlichkeit berechnet.

Veröffentlichung: Köhler, T. (1998): Begehbare Leitungsgänge zur Erneuerung urbaner Ver- und Entsorgungsinfrastruktur – eine ökonomische Analyse (RUFIS: Studien, Nr. 1/1998), Hagen: ISL-Verlag.